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Ein relative ruhiger Morgen: Alle Kinder liegen noch schlafend in ihren Zelten, da zerreißt ein schallendes Klimpern von Kochtopfdeckeln die Stille und schmeißt die Schlafenden aus Ihren Kojen: „Alles raus Ihr müden Landratten!!!“ 33 mehr oder weniger verschlafene Matrosen und 11 müde Piraten quälen sich aus Ihren Schlafsäcken.
Nach heißem Kakao und frischen Brötchen sind alle gestärkt und der Tag kann starten:
Die heutige Übungsaufgabe, um irgendwann einmal ein echter Pirat zu werden, lautet wie folgt: „Schnappt euch alles was ihr brauchen könnt, und baut ein Schnellboot!“
SEIFENKISTEN: Die Begeisterung ist riesig und schnell haben sich 5 Gruppen gebildet. Es wird drauf losgewerkelt was das Zeug hält: gesägt, geschraubt, gebohrt - der ein oder andere Daumen läuft blau an, weil ein Hammer mal danebengeht.
Die ersten Fortschritte sind schnell zu erkennen: In einer Gruppe werden bereits die ersten Achsen verschraubt, während in einer anderen Gruppe noch ausführlichst – vielleicht zu sehr – darüber diskutiert wird, welche Konstruktion am windschnittigsten ist, oder ob man sich doch anstatt auf Schnelligkeit lieber auf Schönheit konzentrieren sollte, um so die Sonderpunkte der Jury für sich verbuchen zu können.
Das Mittagessen und die anschließende Pause eignen sich hervorragend, um sich zu stärken, mit anderen Gruppen zu diskutieren, ob die eigene oder die andere Konstruktion schneller sein wird und um ein inoffizielles Wörtchen mit dem offiziellen Piraten-TÜV zu wechseln können: „Klar ist unser Boot sicher! Bremsen? - Brauchen wir nicht, das geht auch mit den Füßen… Und wehe wir fallen durch, dann mag ich euch nicht mehr.“
So wird dann auch der Nachmittag genutzt und fleißig weitergearbeitet. Gegen Abend sind zwei von fünf Kisten vom TÜV genehmigt und abgenommen, der Rest hinkt noch etwas hinterher: Aber keine Panik! Noch ist ein Nachmittag Zeit um auch die lockeren Schrauben fest zu ziehen oder der Kiste den letzen Schliff zu verleihen. Alle fiebern dem Tag des großen Rennens entgegen. Donnerstag wird es endlich soweit sein.
Nach einer langen Feuerrunde mit einigen Liedern fallen alle müde ins Bett und ehe die Zeltleiter „Gute Nacht“ haben sagen können schlafen einige und träumen bereits vom nächsten Tag.
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